Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein jahrtausende altes Heilverfahren.

 

Die Behandlung mit Blutegeln ist eine Blutentziehende und umstimmende Methode.

 

Der Blutegel wirkt örtlich und auf den gesamten Organismus.

 

Die Fließeigenschaft des Blutes verbessert sich deutlich, der Lymphfluss wird aktiviert.

 

Alle Schad- und Giftstoffe des Körpers werden schneller und besser gelöst und ausgeschwemmt.

 

Kurz nachdem der Egel angesetzt ist und gebissen hat, stellt sich Schmerzlinderung bis hin zur Schmerzfreiheit ein.

 

Auch hier, bei der Blutegeltherapie, erhält das Knochenmark einen Reiz, um vermehrt rote und weiße Blutkörperchen zu bilden.  

 

Bis heute ist es der Wissenschaft nicht gelungen die phänomenale und sehr vielschichtige Wirkung des Blutegels zu erklären.

 

Die Pharmaindustrie hat einige Salben auf den Markt gebracht, diese entsprechen in der Zusammensetzung der Wirkung des Blutegelsekretes.

 

Leider musste man feststellen das die Wirkung dieser Cremes den Egel nicht ersetzt.

 

Die Wirkung ist um ein vielfaches geringer als das Original.

 

 

Wie geht die Behandlung vor sich ?

 

Es kommen in einer Behandlung meist 4-8 Blutegel zum Einsatz.

 

Die genaue Menge richtet sich nach Erkrankung und Konstitution des Patienten.

 

Ein Egel wird in die Nähe der Bissstelle gelegt und sucht sich dann selbst den besten Platz zum Beißen.

 

Mitunter geht ein Egel an eine völlig andere Stelle, als ich mir dachte, und beißt dort. Meist erzählen die Patienten mir dann, dass sie dort schon lange Beschwerden haben, oder früher einmal operiert wurden und ähnliche Dinge.

 

Die Bissstelle die sich ein Egel aussucht ist immer die optimale Stelle.

 

Die Tiere haben ein sehr feines Gespür für Verunreinigungen und Schadstoffe in unserem Körper und diese schmecken ihnen am besten.

 

 Der Biss wird ca. 2 Minuten lang als leichtes Brennen wahrgenommen.

 

Der Egel saugt zwischen ein und drei Stunden und fällt dann von selbst ab.

 

Nach dem Abfallen des Blutegels sickert bis zu 12 Stunden Blut nach.

 

Das lange Nachbluten ist für den Erfolg der Behandlung wichtig.

 

Bei einer Behandlung mit 8 Blutegeln liegt der Blutverlust für den Patienten inklusive dem Nachbluten bei ca. 200 bis 350 ml Blut.

 

Nach der Behandlung kann es in seltenen Fällen 2-4 Tage zu starken Juckreiz rund um die Bissstelle kommen.

 

Dies ist eine normale Reaktion des Körpers und hört schnell auf.

 

Es darf nicht gekratzt werden. Die Bissstelle bleibt als kleiner Mercedesstern narbig zurück und verwächst sich mit der Zeit.

 

 

Die heute in der Praxis verwendeten Blutegel werden im Inland unter ständiger tierärztlicher Kontrolle gezüchtet, und werden über Apotheken oder einer ganz spez. Zuchtfirma termingerecht für den Patienten bestellt und geliefert. 

 

Die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Blutegel kann ausgeschlossen werden, da jeder Blutegel prinzipiell nur 1 x zur Anwendung kommt.

 

 

 

                                

 

 

Indikationen:    

  • -  Varikosis ( Krampfadern)
  • -  Arthrose 
  • -  Arthritis
  • -  Tendovaginitis ( Sehnenscheidenentzündung) 
  • -  Bursitis ( Schleimbeutelentzündung) 
  • -  Hypertonie ( Bluthochdruck)
  • -  Otitis media ( Mittelohrentzündung) 
  • -  Tinnitus
  • -  akuter Gichtanfall

 

 

Kontraindikationen:

  •  -  Hämophilie ( Blutern) 
  •  -  Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten 
  •  -  AVK und diabetische Mikroangiopathie
  •  -  bei sehr niedrigem Blutdruck 
  •  -  extreme Allergiker, besonders gegen Eiweiße
  •  -  schwere Anämie

 

 

Kosten:          90 EUR + je Blutegel 7 EUR